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Samstag, 25. Oktober 2025

Hinter den Kulissen

Frankreich bebt. Regierungschaos, soziale Unruhen, Gefängnisantritt für Nicolas Sarkozy und ein spektakulärer Juwelenraub. Acht Schmuckstücke wurden gestohlen, darunter das Diadem der Kaiserin Eugénie, ein Schmuckensemble Königin Amélie und die Smaragdkette der Kaiserin Marie-Louise. Der Raub wird als ein Angriff auf das Wesen des Louvre, auf das Herzstück des nationalen Kulturerbes bezeichnet, auf die Kultur und die Geschichte Frankreichs, ja, auf die französische Seele selbst. Ein Artikel im Zeitpunkt

Freitag, 25. Juli 2025

Vom Feminismus zum Genfer-Mainstreaming

In dieser Folge spricht Alex mit der Autorin Kerstin Chavent über ihr Buch "Die wilde Göttin – Der Lilith-Mythos als Weg der Versöhnung zwischen Frau und Mann". Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine überraschende Erkenntnis über den Wandel vom klassischen Feminismus hin zum Gender-Streaming. Gemeinsam nähern sie sich Fragen von Identität, Heilung und weiblicher Urkraft – persönlich, berührend und gesellschaftlich relevant: Vom Feminismus zum Gender-Mainstreaming. 

Sonntag, 4. Mai 2025

Schweigen als Muttersprache

Frauen an die Federn — Manovas Aufruf birgt Diskussionsstoff. Unverständnis hier, Entrüstung da. Das kann nur ein bedeuten: Gut, dass wir darüber sprechen. Die Meinungen gehen auseinander. Mancher fragt sich, warum das überhaupt thematisiert werden muss. Frauen können doch alles machen, was sie wollen. Frauen haben es doch geschafft, in typische Männerberufe vorzudringen. Brauchen wir etwa noch mehr Frauenquote? Wann kommen die Frauen endlich aus ihrer Opferrolle heraus? Tatsache ist: Jahrtausendelang waren Frauen Opfer von vor allem männlicher Gewalt. Mehr oder weniger subtil leben die Gewaltstrukturen in unserer Sprache und unserem Verhalten fort. Manche fallen uns gar nicht auf. Männliche Überheblichkeit und weibliche Giftigkeit scheinen uns normal. Beides muss nicht sein. Ein Artikel in Manova

Samstag, 29. März 2025

Sex ist politisch

Mit Sexualität wird Politik gemacht. Unser Körper — das haben wir in den vergangenen Jahren deutlich zu spüren bekommen — gehört nicht uns allein. Um welchen Lebensbereich es sich auch handelt: Vater Staat greift hin und mischt sich ein. Doch nicht auf diesem Pferd soll weiter herumgeritten werden. Es geht um das Verständnis, Sexualität nicht allein als Privatsache anzusehen, sondern als eine Lebensenergie, aus der heraus sich unsere Welt gestaltet. Ob unterdrückt, fehlgeleitet oder in konsequenter Gleichberechtigung und in gegenseitigem Einverständnis frei ausgelebt: Sex bestimmt unser Leben. Ein Artikel in Manova

Samstag, 22. Juni 2024

Lost in Gender

Gleiche Rechte für alle. Das klingt gut. Gegen Diskriminierung. Gegen Intoleranz. Gegen Ungerechtigkeit. Wenn homosexuelle weibliche Paare eigene Kinder bekommen können, warum dann nicht auch homosexuelle männliche Paare? So wird auch in Deutschland die Tür für einen beispiellosen Frauen- und Kinderhandel geöffnet. Indem das biologische Geschlecht zunehmend unbedeutend wird, verlieren wir immer mehr den Bezug auch dazu, was es eigentlich bedeutet, männlich oder weiblich sein. So entfernen wir uns immer weiter von einer komplementären Gegensätzlichkeit, die für das Gleichgewicht der Welt unerlässlich ist. Ein Artikel in Manova

Samstag, 21. Oktober 2023

Er hat angefangen

Immer wieder tappen wir in die Falle, die Schuld für Missstände bei anderen zu suchen. Diese Haltung ist so verständlich wie zerstörerisch. Mit dem Beginn eines neuen Krieges wird einmal mehr deutlich, wie sinnlos es ist, Frieden mit Waffengewalt herbeiführen zu wollen. Die Gewinner sind wie immer die, die Zwietracht säen. Wer den teuflischen Kreislauf unterbrechen will, muss das Gewehr, das auf andere zielt, sinken lassen und bei der Suche nach dem Verantwortlichen bei sich selbst anfangen. Ein Artikel in Manova

Mittwoch, 7. Juni 2023

Und sie dreht sich doch

Unter Androhung des Scheiterhaufens soll der Mathematiker und Astronom Galileo Galilei bei seiner Aussage geblieben sein, dass nicht die Sonne sich um die Erde, sondern die Erde sich um die Sonne dreht. Seitdem hat sich das heliozentrische Weltbild durchgesetzt. Wir wissen, dass sich die Erde täglich einmal um die eigene Achse dreht und in einem Jahr die Sonne umkreist. Auf die Nacht folgt der Tag und auf den Winter der Frühling. Ein Artikel im Zeitpunkt

Montag, 17. April 2023

Aufbruch in die Weite

Was hindert uns daran, unsere Freiheit zu leben? Wie kam es, dass wir der Freiheit, der Königin unserer Möglichkeiten, nicht die Ehre erweisen, die ihr gebürt? Wie ist es möglich, dass wir dieses wertvolle Gut in den vergangenen Jahren so sehr mit Füßen getreten haben, dass es den meisten Menschen nicht einmal aufzufallen scheint, wie sehr sich die Freiheit aus unserem Leben immer mehr zurückgezogen hat? In seinem im März 2023 erschienenen Buch „Strategien der Macht“ (1) geht Roland Rottenfußer diesen Fragen auf den Grund. Wenngleich zunächst das Streben nach Macht im Mittelpunkt seiner Untersuchungen steht, so ist der eigentliche Star, das, worum es im Wesentlichen geht, die Freiheit. Ein Artikel in Manova

Dienstag, 17. Januar 2023

Die Krake von Davos

Mit „Die Krake von Davos. Angriff des WEF auf die Demokratie“ ist Miryam Muhm ein Meisterstück gelungen, das keinen Zweifel daran lässt, dass ein kleiner Zirkel globaler Unternehmen die ganze Welt unter seine Kontrolle bringen will. Seit Jahrzehnten arbeiten das Weltwirtschaftsforum und sein Vorsitzender Klaus Schwab daran, die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Weltordnung umzukrempeln. Ob es ihnen gelingen wird, hängt davon ab, wie viele Menschen den Mut haben, sich mit den Tatsachen zu konfrontieren und ein Bewusstsein für ihre Möglichkeiten zu entwickeln. Ein Artikel im Rubikon

Samstag, 12. November 2022

Lästige Freiheit

Wir normal ist eigentlich die Normalität? Wenn angstgesteuerte Maskenträger das Alltagsbild dominieren — bedeutet dies wirklich, dass auch gut tut, was die meisten tun? „Die Normalen sind die Kränkesten und die Kranken die Gesündesten“, sagte der Psychologe und Philosoph Erich Fromm und meinte damit, dass diejenigen, die am Symptom merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, gesünder sind als diejenigen, die aufgrund ihrer Selbstentfremdung nichts mehr spüren. Wer sind heute die wirklich Kranken, die Abgedrifteten, die Verrückten? Diejenigen, die die neue Normalität folgsam hinnehmen, oder die, die sich dagegen auflehnen? Psychologen und Soziologen machen sich heute leider nur allzu gerne Herrschaftsdiskurse zu eigen, wonach Unangepasste der Heilung bedürfen, während die Anpassung an ein krankes System der schlagende Beweis psychischer Gesundheit sei. Ein Artikel im Rubikon

Samstag, 5. November 2022

Die soziale Gefahr

Nicht Zwangsmaßnahmen sind es, die eine Gesellschaft auf Linie halten, sondern der Glaube ihrer einzelnen Mitglieder, das Richtige zu tun. Menschen, die ihren eigenen Wert nicht kennen und die denken, sie hätten keine andere Wahl, sind nur schwer von ihrem Weg abzubringen. Sie merken nicht, wenn ihre besten Absichten von denen instrumentalisiert werden, die die Willigkeit der Masse brauchen, um diese besser dominieren zu können. Ein Artikel im Rubikon

Samstag, 22. Januar 2022

Die Stunde ist ernst

Er entfacht ein Feuerwerk der Worte. Mit präzisen, kraftvollen und bedeutsamen Strichen zeichnet der Psychoanalytiker und Kirchenkritiker Eugen Drewermann zu Jahresbeginn das Bild einer Gesellschaft, die sich selbst verloren hat. Unser Denken und unser Handeln sind von Mangel bestimmt. Alles haben wir verloren: unsere Individualität, unsere Vernunft, unsere Integrität, unsere Wahrheit, unsere Hoffnung. Ein Appell an unsere Menschlichkeit. Ein Artikel im Rubikon.

Samstag, 27. November 2021

Der Planet platzt

Wir sind zu viele. Zu viele Menschen, so die sich durchsetzende Vorstellung, bevölkern die Erde. Die Ressourcen werden knapp, der Planet, so scheint es, taumelt der totalen Zerstörung entgegen. Nach all dem, was wir angerichtet haben, so meinen viele, sei es das Beste, wenn wir möglichst bald wieder vom Erdboden verschwänden. Wie überall herrscht die Zahl. Sie diktiert, was wir zu denken haben. Wir vergessen dabei, dass es keine Frage der Quantität ist, sondern der Qualität, wie unsere Zukunft aussieht. Ein Artikel im Rubikon.

Freitag, 6. Mai 2016

Die Macht des ersten Schrittes

Das reichste Prozent der Weltbewohner besitzt mehr als die Hälfte des weltweiten Wohlstandes. Laut einer Studie von Oxfam besitzen die 85 reichsten Menschen der Erde genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Können wir noch die Augen vor  dem immensen Ungleichgewicht verschliessen, das unsere Gesellschaften zerreisst und unseren Planeten an den Rand der Zerstörung treibt? Können wir uns noch in Ruhe zurück lehnen und die anderen für diese Situation verantwortlich machen, ohne uns zu fragen, was unsere Haltung damit zu tun hat? Wir alle unterstützen durch unser Verhalten direkt oder indirekt das, was in der Welt, in der wir leben, geschieht. Wir alle sind dafür mitverantwortlich, indem wir zulassen, dass eine Handvoll Menschen sich zum Schaden des Restes der Weltbevölkerung und der Natur hemmungslos bereichert. Wir konsumieren ihre Waren und Dienstleistungen, wir applaudieren ihnen zu den Podesten hoch, auf die wir sie gestellt haben. Ohne unsere Unterstützung hätten sie ihre Reichtümer nicht aufbauen können. Damit wissen wir, worin unsere Macht liegt:

Mittwoch, 6. April 2016

Leben gefährdet die Gesundheit

Wir lesen es auf jeder Packung Zigaretten: Rauchen tötet. Die düstere Prognose wird Realität, wenn wir nur stark genug daran glauben. Wir wissen heute, dass der Placebo-Effekt 30% der Wirkung eines Medikaments ausmacht. Das Gleiche gilt für den Nocebo Effekt: Wenn ich davon überzeugt bin, dass mich etwas umbringt, dann wird es das auch tun. Ganz sicher. Schliesslich hält unser Gehirn die Idee für die Realität. Dies stellt nicht in Frage, dass Rauchen jede Menge Schaden anrichten kann - doch es sind nicht die Schadstoffe allein, die uns krank machen. 

Doch Tabak, Alkohol und Drogen bleiben die offiziellen Schuldigen für unsere Krankheiten und unser Sterben. An den Kampagnen kann niemand vorbei gucken. Solange wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, nehmen wir weniger wahr, was uns sonst noch krank macht. Viele Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr durch Luftverschmutzung und ungeniessbares Trinkwasser. Laut einem Bericht der Energieagentur IEA  sterben jährlich mehr als 6 Millionen Menschen an den den Folgen von Abgasen. Unsere Nahrung ist hoch belastet, ebenso alles, was wir an uns tragen und womit wir unsere Häuser einrichten und instandhalten. Aber natürlich ist es einfacher, die Zigarette an den Pranger zu stellen und sich en passant an den darauf liegenden Steuern zu bereichern, als ein ganzes System in Frage zu stellen.