Alle wollen das eine: möglichst gute Erfahrungen machen und glücklich sein. Doch es sind gerade auch die schweren Ereignisse, die unserem Leben einen Sinn geben. Wenn wir das annehmen können, müssen wir nicht künstlich erzeugten extremen Gefühlen hinterherjagen, sondern können versuchen, wieder in unsere Mitte zurückzukommen. Allein von hier aus ist es möglich, in der Balance zu bleiben. Ein Artikel im Rubikon.
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Mittwoch, 26. Oktober 2022
Freitag, 8. Juli 2022
Jenseits der Angst
Die Angst in unserer Gesellschaft ist offensichtlich. Immer wieder gezielt geschürt, ist sie seit der Pandemie omnipräsent. Sie beeinflusst unseren Umgang miteinander, bestimmt unsere Entscheidungen und dominiert unser Leben. Der Psychiater Hans-Joachim Maaz blickt hinter die Fassade. Er analysiert, was den realen Ängsten zugrunde liegt und wie sie unser Verhalten prägen. So kann sich uns ein Weg in ein freies, selbstbestimmtes und angstfreies Leben und Miteinander erschließen. Ein Artikel im Rubikon.
Freitag, 10. Juni 2022
Fürchtet euch nicht!
Während Deutschland dabei ist, die größte konventionelle NATO-Armee in Europa bereitzustellen und während diejenigen im medialen Feuer geröstet werden, die sich der Kriegshetze widersetzen, appellieren die leisen Stimmen an den Mut der Menschen, sich für den Frieden zu entscheiden. In einer Rede im Volkshaus Zürich erinnert Eugen Drewermann an das, was es braucht, um sich nicht mitreißen zu lassen vom Geheul der Sirenen: Individualität, Mitgefühl, ein eigenes Gewissen und moralischen Widerstand. Vor allem aber müssen wir die Angst überwinden, die jeden Versuch, dauerhaft Frieden zu schließen, zunichtemacht. Hier kommt uns die Erinnerung zu Hilfe, dass es einmal ganz anders war, als es ist. Ein Artikel im Rubikon.
Samstag, 6. November 2021
Die höchste Autorität
Wer die Angst der Menschen beherrscht, wird Herr ihrer Seelen. Niccolò Machiavellis Leitsatz ist heute aktueller denn je. Die Mischung aus Angst, Autoritätsglauben und dem Stilisieren der Sicherheit zum höchsten Gut macht die Massen so gefügig, dass sie sich widerstandslos abführen lassen. Nur wenn wir uns unseren Glauben zurückholen, kann es uns gelingen, aus dieser Nummer wieder herauszukommen. Erlauben wir es nicht, dass andere über uns bestimmen, und werden wir selber zu unserer höchsten Autorität. Nur so haben wir eine Chance. Eine Reise ins Ungewisse. Ein Artikel im Rubikon.
Samstag, 19. Juni 2021
Die Schuld überwinden
Wer heute nicht konform geht mit der herrschenden Meinung, der bekommt auch im eigenen Umfeld schärfste Kritik zu spüren. Den Anschuldigungen gemeinsam sind oft Anspielungen auf das dunkelste Kapitel in unserer Geschichte: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, nie wieder Auschwitz! Doch sehen wir genau hin, um nicht, geblendet von unseren guten Absichten, letztlich genau dem den Weg zu ebnen, was wir zu verhindern suchen. Ein Artikel im Rubikon.
Samstag, 12. Juni 2021
Die Macht der Güte
Viele wissen es: Die Materie wird vom Geist geformt. Es sind unsere Gedanken und Gefühle, die die Welt zu dem machen, was sie ist. Mit unserer Schöpferkraft haben wir auch die Macht der Liebe wiederentdeckt. Wenn wir uns nicht verirren wollen auf dem Weg zur ganz großen, bedingungslosen, alles umfassenden Liebe, müssen wir uns gut im Boden verankern. Bevor wir uns hinaufschwingen in die Gefilde des Allerhöchsten, sollten wir uns darin üben, kleine Brötchen zu backen. Ein Artikel im Rubikon.
Freitag, 19. Februar 2021
Die Schwelle übertreten
Die aktuelle Zeit stellt uns vor allergrößte Herausforderungen. Es ist, als würden wir in Drachenblut baden, um uns für das Kommende zu stärken. Doch wie geschickt und heldenhaft wir uns dabei auch anstellen mögen: Wir bleiben verwundbar. So geht es darum, immer wieder das Gleichgewicht zwischen Stärke und Schwäche zu finden, zwischen Eifer und Ruhe, Tatkraft und Ergebenheit. Immer wieder müssen wir hineinfühlen in uns und uns mit dem auseinandersetzen, was uns darauf vorbereitet, flügge zu werden. Ein Artikel im Rubikon.
Samstag, 29. Februar 2020
Die Lust am Guten
Birgit Stratmann gehört zu den Menschen, die dem Trennenden und Zerstörerischen entgegenwirken und sich für eine friedlichere und gerechtere Welt engagieren. Sie ist Mitbegründerin des Webmagazins „Netzwerk Ethik Heute“, das im Sinne einer besseren Völkerverständigung, Gewaltlosigkeit, Achtsamkeit und Verbundenheit fördert. Für dieses Projekt ließ sie Sicherheiten und Gewohntes hinter sich. Das erfordert Mut. So wie auch die Konfrontation mit der Frage, wie es möglich sein kann, in Zeiten des grundsätzlichen Wandels Hoffnung und Zuversicht zu bewahren. Zwei gute Gründe für die Redaktion Aufwind, sich mit ihr zu unterhalten. Ein Artikel im Rubikon.
Samstag, 1. Februar 2020
Jenseits der Schatten
Wir alle vereinen in uns Stärken und Schwächen. Uns selbst und der Welt jedoch wollen wir vor allem unsere Schokoladenseite präsentieren. Anstatt uns in unser inneres Dunkel hineinzuwagen, verlieren wir uns in Rechtfertigungen und Anklagen. So wirken Scham und Angst unbewusst in uns und bestimmen unser Handeln. Um aus der Spirale der (Selbst-) Zerstörung herauszukommen, brauchen wir Hilfe. Wir bekommen sie, wenn wir nicht weiter unter Verschluss halten, was uns bewegt. Ein Artikel im Rubikon
Mittwoch, 2. Oktober 2019
Hinterm Horizont
Gibt es ein Leben nach dem Tod, ein Bewusstsein, das nicht an Materie, Raum und Zeit gebunden ist, das also gewissermaßen unsterblich ist? Glaubt man den Berichten über Nahtoderfahrungen, ist das Leben mit dem Sterben unseres Körpers nicht vorbei. Esoterisches Geschwätz, meinen die einen, ein radikaler Neubeginn, glauben andere. Zu bedenken ist: Die geistige Dimension des Lebens zu ignorieren spielt jenen in die Hände, die sich an unserer Angst und dem Gefühl unserer Belanglosigkeit zu bereichern wissen. Ein Artikel im Rubikon
Freitag, 2. August 2019
Ondine
Wasser: Quell des
Lebens, Symbol der Reinheit und kontinuierlichen Erneuerung. Das einzige
natürliche Element unseres Planeten, das zugleich in fester, flüssiger und
gasförmiger Form existiert. Entsprechend des Drucks, der Temperaturen und der
Informationen, die es trägt, verändert es sich ständig und erscheint als
Quelle, Fluss, See, Ozean, Schnee, Eis, Tau, Nebel, Wolken,... Durch den
dunklen Stein gelangt es an die Oberfläche, wird zur Quelle und tritt immer
wieder aufs Neue in den Kreislauf ein.
Hier geht es um
die Reise von Ondine, ein Geschöpf des Wassers. Die Nymphe, so erzählt die
Legende, liebt es, ihr Haar am Rande eines Brunnens zu kämmen und in klaren Wasserfällen,
Seen und Flüssen zu baden. Wie der Mensch besteht sie vor allem aus Wasser und
wie der Mensch kennt sie Gefühle. Und wie das Wasser, ihr Element, muss sie
immer wieder durch dunkle, steinige Schichten hindurch, um sich zu reinigen und
dann erneut dem Licht entgegen zu sprudeln.
Aus Erfahrung weiß
Ondine, dass es keine positiven und
keine negativen Gefühle gibt. Alle
Gefühle sind, was sie sind, weder gut noch schlecht. Immer dann, wenn sie in
sich Widerstand spürt, dann weiß sie, dass etwas Schweres in ihr bereit ist, losgelassen
zu werden. Ondine gibt ihren Gefühlen Namen und empfängt sie als Gäste. Sie begrüßt
sie, ohne sich an ihnen festzuklammern, und lässt sie weiter ziehen, um den nächsten
Gast zu empfangen. Jeder ist willkommen.
Denn Ondine hat
erfahren, dass es nichts nützt, einem Gast die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Er
würde durch die Hintertür hineinkommen und von ihr unbemerkt alles
durcheinander bringen. Nur wenn sie alle empfängt, die vorbeikommen, wenn sie ihnen
einen Moment zuhört und die Nachricht annimmt, die ihr überbracht wird, hat sie
ihre Ruhe.
Wir, Brüder und Schwestern
von Ondine, können es so machen wie sie. Wir können mit ihr auf die Reise
gehen, durch die verschiedenen Schichten unseres Wesens hindurch. Wir können mit
ihr zusammen Freude spüren, Wut, Traurigkeit, Angst, um immer wieder in unser
ursprüngliches Empfinden zurück zu finden: die Unbeschwertheit. Lassen wir uns von
ihr mitnehmen und ent-decken wir, was ans Licht strebt. Befreien wir uns aus
dem engen Gefängnis unserer inneren Widerstände und werden wir ganz offen und
weit.
Freitag, 19. Juli 2019
Mut zur eigenen Wahrheit
Es wird immer schwieriger, sich in der Flut der oft gegensätzlichen Informationen zurechtzufinden. Was ist wirklich passiert? Wie wird darüber berichtet? Welche Mächte sind im Spiel? Wer hat die Fäden in der Hand? Wer kann schon mit Sicherheit behaupten, dass er weiß, was wirklich stimmt? Je größer die Verwirrung, desto heftiger die Auseinandersetzung. Davon profitieren jene, die für ihre Geschäfte die Dunkelheit brauchen. Dies kann verhindert werden, wenn wir uns auf die Suche nach unserer ganz eigenen, inneren Wahrheit machen. Ein Artikel im Rubikon.
Donnerstag, 11. Juli 2019
Dem Leben vertrauen
Es verlangt Mut, in einer Zeit zu leben, in der uns der Boden unter den Füßen wegzugleiten scheint. Wenn wir die Lösung für unsere Probleme in Härte und Kampf suchen, zeigt sich immer wieder: Nicht dasjenige hat heilende Kraft, was uns auseinanderbringt und verhärtet. Heilung im umfassendsten Sinne kann dann erfolgen, wenn wir uns im Gegenteil weich machen und öffnen. Das erfordert mehr Mut, als auf seinem Standpunkt zu beharren und so weiter zu machen wie bisher. Ein Artikel im Rubikon
Freitag, 7. September 2018
Die innere Befreiung
Wir alle tragen unbewusste Ängste mit uns herum, die uns und denen, die mit uns zu tun haben, das Leben schwer machen können. Sie äußern sich in Stress- und Konfliktsituationen, treten als Essstörungen auf oder als Migräneattacken, als Depression oder in Gestalt von Verlustängsten. Der französische Therapeut Luc Nicon hat eine Methode entwickelt, mit der Störungen, die uns oft ein Leben lang begleiten, überwunden werden können. Ein Artikel im Rubikon.
Dienstag, 19. Juni 2018
Es ist, was es ist
Es sind die inneren Widerstände, die aus einem Problem — welcher Art auch immer — Schmerz und Leid entstehen lassen. Erst durch das Annehmen dessen, was ist, kann es sich schließlich auflösen. Ein Artikel im Rubikon.
Mittwoch, 25. April 2018
Annehmen statt wegstossen
Eigentlich wollen wir immer nur das Eine: Ein erfülltes Leben. Schauen wir uns die einzelnen Aspekte an, bedeutet das, wir möchten gesund sein, eine wunderbare Beziehung führen, Freunde, mit denen wir Spaß haben und auf die wir uns verlassen können, ein harmonisches Familienleben, Frieden in der Nachbarschaft, einen interessanten Job und genug Geld für ein paar Reisen im Jahr. Glücklich sein eben. Doch nur wenige scheinen so zu leben, was sich alle wünschen. Geben wir uns nicht genug Mühe?
Ein Artikel im Rubikon
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Dienstag, 27. März 2018
La feuille qui ne voulait pas tomber de l'arbre
Eine Sammlung von Texten: Erzählungen, Dialoge, Gedanken, Meditationen. Es geht um die Welt, wie sie ist und die Frage, wie wir uns in ihr zurechtfinden können, um die Ruhe im Sturm, und um ein Blatt, das nicht vom Baum fallen möchte. Ängstlich klammert es sich an seinen Ast, während alle anderen um es herum vom Herbstwind nach unten getragen werden. Als es schliesslich fällt, wird es unten von einer dichten, weichen Schicht empfangen und beginnt eine wunderbare Reise der Verwandlung.
Donnerstag, 8. März 2018
Mitten hinein
An der voranschreitenden Zerstörung unseres Planeten zeigt sich die Orientierungslosigkeit, von der wir uns haben erfassen lassen. Die Lösungen für unsere Probleme, ob individuell oder kollektiv, können nicht von außen kommen. Sie entspringen der Bereitschaft jedes einzelnen, Verantwortung für seine Haltung und sein Handeln zu übernehmen.
Ein Artikel im Rubikon.
Montag, 25. Dezember 2017
Frohe Weihnachten!
Weihnachten - ein Anlass für die Einsamen, sich noch einsamer, für die Mittellosen, sich noch ärmer und für die mit den zerrütteten Familien, sich noch trauriger zu fühlen. Weihnachten kann uns noch verzweifelter machen, wenn wir uns nicht selbst die Frage stellen, was wir denn zu geben haben. Kein aufopferndes Geben, bei dem der Gebende sich selbst vergisst, kein nach Zuneigung und Anerkennung heischendes Geben, sondern ein Geben, das den Gebenden mit einschließt und auch ihn beschenkt. Weihnachten kann eine Gelegenheit sein, bei sich selbst anzufangen. Das Kind in der Krippe, unabhängig davon, ob man an es glaubt oder nicht, kann ein Anlass sein, das Kleine, Hilflose, Zerbrechliche in sich selbst mit offenen Armen zu empfangen und anzunehmen. Wer das tut erfährt so Großes, dass Einsamkeit, Mittellosigkeit und Traurigkeit keinen Platz mehr haben. Der Stern zeigt dem Suchenden den Weg zu dem Licht in sich selbst und lässt ihn erkennen, welche Reichtümer er mit anderen zu teilen hat.
Samstag, 11. Juni 2016
Augenblick mal!
Wir verbringen einen Grossteil unseres Lebens damit, Altes wiederzukäuen, aufzuarbeiten, übel zu nehmen und Kommendes zu antizipieren und zu befürchten. Unsere Gedanken sind entweder mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft beschäftigt. Selten leben wir in der Gegenwart. Unser Bewusstsein jedoch ist an die Gegenwart gebunden. So lassen wir uns die meiste Zeit von unserem Unterbewusstsein leiten. Es sind unsere eingeprägten Muster, Ängste und Zweifel, unsere Wut und unser Gram, die die Kontrolle über unser Leben übernommen haben. Und da wir ja die meiste Zeit mit unseren Gedanken irgendwo anders sind, nur nicht im Hier und Jetzt, ist uns das nicht bewusst. Wir sind nicht präsent - und nehmen das Präsens, das Präsent, das Geschenk der Gegenwart überhaupt nicht wahr. Die meiste Zeit verbringen wir damit, am Leben vorbeizulaufen - um uns dann darüber zu beklagen, wie schnell die Zeit vergeht und wie wenig erfüllt unser Leben ist. Dabei liegt es allein an uns, innezuhalten.
Meditation hilft, in Kontakt mit dem Augenblick zu treten. Sie ist keine abgehobene exotische Übung des Entrinnens, sondern gelenkte Aufmerksamkeit. Das Geplapper unserer Gedanken und die Anstrengungen unseres Gehirns, immer wieder neue Probleme zu finden, um sie dann lösen zu können - denn genau das ist ja seine Aufgabe - ist die Stimme, die wir in uns als erstes wahrnehmen. Doch es gibt noch andere Stimmen. In der Meditation treten wir mit der Stimme der ruhigen Kraft in uns in Verbindung, die sich nicht von Wetterumschwüngen durcheinander bringen lässt. Wir sind nicht die Wellen, sondern das Meer, nicht die Wolken, sondern der Himmel:
Meditation hilft, in Kontakt mit dem Augenblick zu treten. Sie ist keine abgehobene exotische Übung des Entrinnens, sondern gelenkte Aufmerksamkeit. Das Geplapper unserer Gedanken und die Anstrengungen unseres Gehirns, immer wieder neue Probleme zu finden, um sie dann lösen zu können - denn genau das ist ja seine Aufgabe - ist die Stimme, die wir in uns als erstes wahrnehmen. Doch es gibt noch andere Stimmen. In der Meditation treten wir mit der Stimme der ruhigen Kraft in uns in Verbindung, die sich nicht von Wetterumschwüngen durcheinander bringen lässt. Wir sind nicht die Wellen, sondern das Meer, nicht die Wolken, sondern der Himmel:
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